Deviated Presence
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Wertung:

4,5 von 7 Punkten C.U., 23.04.2009

Review:
Mit Deviated Presence haben wir es nicht mit einer Newcomerband zu tun, sie kann schon auf zwei Alben zurückblicken. 2004 in Eigenregie veröffentlicht FALLS PASSAGE und 2005 konnte man über Limited Acces Records den Nachfolger EERIE SPHERE unter die Leute bringen. Die Truppe stammt aus dem Ruhrgebiet, genauer gesagt aus Bochum. Besteht aus den Musikern Daniel Dickmann (Drums), Felix Gebhart (Gitarre + Vocals) und Anne Schaefer (Gitarre). Nun hat man über Yonah Records das dritte Werk auf die Metalwelt losgelassen.

Bei den beiden ersten Alben war die Band noch mehr ein Soloprojekt von Felix Gebhart mit verschiedenen Musikern und eine Drumcomputer. Diese Zeit endet nun mit dem neuen Line-Up, keine synthetischen Sounds mehr, das wird vor allem auch live zu sehen und hören sein. Nur die Musik, die sie als Unstraight Melodic Deathmetal bezeichnen, ist geblieben.

Aber nun zurück zu ihrem neuen Output FRACTURED MIND.
Diese CD hört man nicht so neben bei an, denn dazu ist sie zu komplex und verschachtelt. Prog Metal und Death Metal mischen, ein wenig Melodie hinzu und alles gut durchschütteln, fertig. Das kann einen Hörer schon überfordern. Aber wenn man sich die Zeit nimmt die Platte in Ruhe durch zu hören, kann man immer wieder was Neues in der Musik von Deviated Presence entdecken.

Der erste Song ist auch zugleich der Titelsong und nennt sich "Fractured Mind". Ein ruhig startendes Lied mit unzählig vielen Tempowechseln. Der Gesang ist mal ruhig, um dann in typischen Deathgrowls über zu gehen. Schönen Instrumentalparts, wo die Gitarren so richtig laufen gelassen werden und die Drums zu fliegen beginnen. Mit über 11 Minuten auch der längste Titel des Albums. Darauf folgt mit "Darkness" ein härterer Song. Sehr abwechslungsreicher Track mit vielen Breaks und Speedattacken. Auch "Silent Hours" ein schneller melodischer Kracher, mit verschachtelten Breaks und mit einer Länge von fast 10 Minuten, knüpft er an die beiden Vorgänger an.
"Eternal" erinnert an den Titelsong. Abwechslung ist hier Trumpf. Auch "Mirror Insight" ist ein ruhig progressiver startender Song, man wartet förmlich darauf wann wieder Gas gegeben wird und man wird nicht enttäuscht. Plötzlich geht's los, um dann wieder kurze Zeit später langsam zu werden und an Melodie zu gewinnen. Gerade diese Wechsel machen aus diesen Track was besonderes, weil man nie weis was nun kommt. Hier wird Spannung aufgebaut! Mit "Pointless after All" über die gesamte Länge des Titels ein ruhiger Vertreter endet dieses Werk. Nach den doch anstrengenden Vorgänger Songs kann man sich hier richtiggehend entspannen und das Album ruhig ausklingen lassen.

Fazit: Mit diesem Album wird einem richtig schwere Kost vorgelegt. Mehrmaliges hören wird hier dringend empfohlen, denn nur so erschließt sich die Musik mit der uns Deviated Presence hier beehren.
Für meinen Geschmack sind einige Songs zu lang geworden. Vier Songs alleine an oder über die 10 Minuten. Das strengt den Hörer doch sehr an und könnte schnell langweilig werden. Weniger wäre hier mehr gewesen. Auch der Songaufbau könnte abwechslungsreicher gestaltet werden, da fehlt mir ab und an die Überraschung.
Wer es aber schafft die 80 Minuten durchzustehen bekommt ein abwechslungsreiches schönes nie langweiliges progressives melodisches Death Metal Werk zu hören.

Anspieltipps:
"Fractured Mind", "Darkness", "Silent Hours", "Pointless after All".

Tipp:
Durch die doch nicht alltägliche Musik die uns die Band hier vorsetzt, ist es wirklich schwer eine Zielgruppe zu finden. Ich denke aber das sich jeder der sich Opeth anhört auch was mit Deviated Presence anfangen kann. Ansonsten sollten alle aufgeschlossenen Progressiv und Deathmetal Hörer hier zumindest mal ein Ohr riskieren.

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