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Pavillon666.com (9,5/10 Pkt.)
(Aus dem Französischen übersetzt von Jutta Gebhart)
Deviated Presence ist eine deutsche Gruppe aus dem Ruhrgebiet, genauer
gesagt aus der Stadt Bochum, auferstanden
aus der Asche der thrash death metal-Gruppe Saniture (die sich im Frühjahr
2001 aufgelöst hat), und deren Programm sich immer weiter entwickelt
hat (die Gruppe hat angefangen sozusagen als one-man-band von Felix
Gebhart und ist derzeit ohne echten Schlagzeuger, seit Harald Stoof
die Gruppe nach der Aufnahme des Albums verlassen hat; sie sieht sich
daher gezwungen, von einem elektronischen Schlagzeug unterstützt zu spielen). "Eerie Sphere" ist ihre dritte Produktion (nach einer Demo-CD, die um das Jahr 2002 herum
herauskam, und einem Album, "Fall's Passage", das 2004 herausgebracht wurde).
Was kann man sagen über die Musik von Deviated Presence, wenn es kein
Bewertungskriterium gibt, das signifikant und genau definieren kann,
was der Stil ist, den die Gruppe spielt? In der Tat ist "Eerie Sphere" ein
Album, für das eine Mischung von Gattungen charakteristisch ist, nach
dem Vorbild - um es grob einzuordnen - derjenigen von Opeth. Daher beschränkt sich
kein Titel des Albums auf einen einzigen Stil. Es handelt sich
wirklich um ein Album, das aus ziemlich langen Stücken
besteht (das kürzeste, Failures, dauert 6 Minuten 8 Sekunden, und das
längste, Hope, dauert rundweg 14 Minuten 17 Sekunden), von denen jedes
ebenso viele black metal-Einflüsse wie thrash metal oder sogar power
metal Einflüsse munter in sich vereint, mit zeitweilig jazzigen
Einsprengseln ebenso wie mit Passagen auf der Akustik-Gitarre, das
Ganze auf einer musikalischen Basis, die hauptsächlich ausgerichtet ist an
melodischem und technischem death.
Obwohl lang, sogar sehr lang, sind die Stücke aufgrund ihrer extremen
Vielfalt deswegen nicht voller Wiederholungen oder langweilig.
Tatsächlich ist jedes einzelne eine immerwährende Entdeckung.
Das Instrumentalspiel der Gruppe mit zwei Sängern an der Gitarre
erreicht ein technisches Niveau, das mehr als achtbar, um nicht zu
sagen sehr beeindruckend ist, und das zur Produktionsqualität des
Albums passt, denn "Eerie Sphere" profitiert von einem sehr
sauberen, charakteristischem und vollkommen klaren sound, der seiner Musik die
Dimension verleiht, die sie verdient.
Die Gitarrenriffs sind ganz einfach ebenso grandios wie imposant, und
was soll man über das Übrige sagen? Über das Niveau des Basses? Nun,
es ist ganz einfach phänomenal wie der Rest, seien es die Partien, für die der
Schlagzeuger zuständig war (der die Gruppe vor kurzem verlassen hat,
siehe den ersten Absatz des Reviews), oder seien es die Gesangspassagen,
die bald gegrowlt, bald klar sind (und welches Gesangsniveau
dabei!).
Alles in allem ist "Eerie Sphere" ein erfrischendes und großartiges Album, das das, was im metal sonst üblich ist, durch seine unendliche stilistische und atmosphärische Vielfalt ebenso wie durch seine musikalische Qualität völlig verändert. In einer Zeit, in der Produktionen dominieren, die sich alle darum bemühen, immer
härter, technischer und roher zu erscheinen, ist dies das größte Glück für die Ohren!
Kurzum, es handelt sich um ein Album, das man unbedingt innerhalb
kürzester Zeit entdecken sollte, ansonsten würde man etwas nahezu Unermessliches verpassen.
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