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Nocturnalhall.de:
Label: Limited Access Records
Release: 06.06.2005
Von: Stormlord
Punkte: 8,5/10
Time: 75:14
Stil: Progressive Death Metal
Es gibt ja immer wieder musikalische Überraschungen! Besonders bei Newcomerbands ist es schön zu sehen, wenn nicht im Einheitsbrei mit geschwommen wird und eine überaus eigenständige und auch eigenwillige Mixtur herauskommt. Ich hoffe die drei Musiker sind mir nicht böse, wenn mir aufgrund ihrer komplexen und meist überlangen Kompositionen Namen wie Opeth oder Disillusion in den Sinn kommen. Also ist unbedingt eine längere Anlaufzeit nötig, um mit den 8 Liedern von Eerie Sphere warm zu werden. Die verschachtelten Stücke verlangen einiges an Konzentration und Durchhaltevermögen. Schwere Kost, die sich keineswegs als Hintergrundberieselung eignet! Taktwechsel gibt es nahezu ständig, die Gitarren zaubern virtuose und manchmal wirre Läufe und Melodien. Die Rhythmussektion steht dem in nichts nach und glänzt durch Abwechslungsreichtum. Die schon erwähnten Opeth scheinen in der einen oder anderen Passage schon mal durch, aber deren Damnation/Deliverance Geniedoppeldecker ist sicher nicht die schlechteste Referenz. Der Gesang tönt ebenso vielfältig, die klare Stimme wirkt zu Beginn gewöhnungsbedürftig, passt aber sehr gut ins Gesamtkunstwerk. Auch vom Tempo her fühlen sich DEVIATED PRESENCE in allen Variationen wohl und überzeugen sowohl mit ruhigen Nummern wie dem schon so entspannt benannten Titel Rest als auch in schnelleren Gefilden wie sie uns mit Failures beweisen. Im Monstertrack Storm klingt das Dreigestirn im Abschlussteil, der sich als Hidden Track namens Reawakening entpuppt, für mich nach Lacrimosa und so schwankt die Stimmung ständig, ein Wechselbad der Gefühle Unter 6 Minuten findet sich hier kein Song, aber DEVIATED PRESENCE verstehen es über die gesamte Spielzeit, spannend zu klingen, alles ist am rechten Platz und einem Puzzle gleich fügen sich frickelige Parts an wohlklingende Passagen an, tiefer Growlgesang harmoniert mit klaren Vocals. Kurzum: eine rundum gelungene Scheibe mit vielen Überraschungsmomenten. Wie diese interessante Melange wohl auf der Bühne umzusetzen wäre?
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